Die Corona bedingte "Zwangspause" nutzte das "Zukunftsforum Speyer", um seinen Leitfaden für eine integrierte Stadtentwicklung fertig zu erarbeiten (siehe www.zukunftsforum-speyer.de). Dieser Leitfaden soll als Richtschnur dienen zum Entwickeln konkreter Forderungen zur Zukunft der Stadt. Gegliedert in die fünf Schwerpunkte Stadtplanung, Verkehr, Kultur/Zusammenleben, Umwelt/Naturschutz, Wirtschaft und Arbeit sowie einer vorangestellten Präambel, umfasst er alle, nach Meinung des Zukunftsforums relevanten, Bereiche der Stadtentwicklung.

Gleich einem Brenngalas zeigt der Königsplatz im Herzen der Stadt auf, wie vielschichtig die Probleme sind, lässt aber gleichzeitig wie kein anderes Areal Raum für Lösungen zu den "Megathemen" Verkehrswende und Klimawandelfolgen.
SPD und Grüne haben die Umgestaltung des Königsplatzes auf ihrer Agenda. Allerdings folgte daraus bis jetzt keine konkrete Handlung. Die SPD leitet ihrer Oberbürgermeisterin Gefolgschaft, die eine Umgestaltung des Postplatzes priorisiert. Dabei gibt es noch kein Verkehrskonzept und - wie lokalen Medien zu entnehmen war - wird es laut Stadtverwaltung auch so schnell keines geben. Das wäre aber unabdingbar für das Gelingen einer Postplatz-Umgestaltung. Mit dem Verkehrskonzept für die Bahnhof/Gilgenstraße muss die erhebliche Reduzierung des Innenstadt-Autoverkehrs verbunden sein.
Generell sollten Fußgänger und Radfahrer in innerstädtischen Bereich nicht mehr Randfiguren als Verkehrsteilnehmer sein sondern Vorrang genießen vor den Maschinen. Das Umsetzen von Fahrradstraßen und "Popup"-Radwegen ginge in die richtige Richtung.
Wie bereits vorgeschlagen, wäre ein neues Parkhaus neben den Naturfreunden, direkt an der Rheinbrücke, gebaut von Stadtwerken, eine zukunftsweisende Lösung. Angebunden an kurz getaktete Shuttles, mittelfristig autonom fahrend, würden Innenstadtbesucher ohne mühsame Parkplatzsuche bequem ihre Ziele wie Postgalerie oder Galeria Kaufhof erreichen. Auch die anderen Innenstadt-Betriebe von Handel und Gastronomie würden davon profitieren.
Das Zukunftsforum hält Planungen zu "Insellösungen" bei der Stadtentwicklung für eine Sackgasse. Das Zukunftsforum erinnert noch einmal an seinen Vorschlag, einen Stadtentwicklungsprozess "Kernstadt Süd" zu starten analog zur Kernstadt Nord.
Auch wenn mit dem Worten "kein Geld wegen Corona" vermutlich einige Stadtentwicklungsprojekte zumindest verschoben werden, könnte die Umnutzung des Königsplatzes ohne einen großen finanziellen Aufwand eingeleitet werden. Beispielsweise könnte der Kunsthandwerkermarkt in der Adventszeit vom verschachtelten Kulturhof an den Nordrand des Königsplatzes verlegt werden. Das wäre ein deutlich attraktiverer Standort als bisher.
Auch könnten einige Parkplätze zugunsten einer Gastronomie geopfert werden.
Sogenannte "Parklets" neben dem Handwerkerbrunnen würde es Menschen aus dem Umfeld ermöglichen, den Platz beispielsweise für ihre Mittagspause zu nutzen. In anderen Städten wurden "Parklets" erfolgreich umgesetzt. (Foto: ks)

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